Brettspiel-Begegnung der unerwarteten Art… (Teil 2)

Brettspiele sind zurzeit ganz offenbar „ein Ding“. Sie sind anscheinend eine solch große Nummer, dass sie den Werbemotor großer internationaler Marken in Schwung halten. Manchmal wortwörtlich.

Mein Auto brauchte neue Sommerreifen. Während ich die Wartezeit mit einem Kaffee in der ferrariroten Sitzgruppe zubrachte, fiel mein Blick auf die „Kinderecke“. Ich hatte Spielzeugautos erwartet, und Bauklötzchen, Bilderbücher und derlei. Natürlich gab es welche, und auch das fast schon obligatorische Geschicklichkeitsspiel, bei dem der zu bespaßende Knirps irgendwelche (knibbelsicher befestigte) bunten Ringe oder Pömpel über irgendeinen auf der Schablone vorgesägten oder verdrahteten Wege in ein bestimmtes Ziel bewegen muss. Diese Dinger reizen mich unheimlich, sie selber auszuprobieren, aber meist ist mir das zu peinlich, und ich sitze auch nicht wirklich bequem auf den Zwergenstühlchen.

Was dem Geschicklichkeitsspiel dieses Mal klar den Rang ablief, waren aber gleich drei Boxen mit  zu Werbezwecken produzierten Spielen. Da gab es ein „Familienspiel für bis zu 7 Mitspielern“ mit dem Titel „I love my Doblo“ frei nach „Mensch ärgere dich nicht!“ trifft „Spiel des Lebens“, und mit Ereignisfeldern wie „Mama ist krank. 5 Felder zurück.“, „Erstes  Fußballtraining. Transport der halben Mannschaft. 7 Felder vor.“ und „Pubertät. 3 Felder zurück. Diskutieren.“ (KEIN Scherz.)

Es siegt, wer es zuerst schafft, in den Fiat Doblo im Zentrum des Spielplans einzusteigen. Ob man einander dabei wie in „Mensch ärgere dich nicht!“ schlagen und auf Start zurücksetzen kann, war nirgends ersichtlich. Das muss man wohl „autohausrulen“ Es fehlten leider auch Spielfiguren und Würfel. (Hier zeigt sich, warum das Geschicklichkeitsspiel voraus-schauend  eine Selbstverteidigung eingebaut hat.)

Die Werbung steckt nicht nur in der Thematik an sich, sondern auch im Detail. Hinweise auf ein eingebautes Navigationssystem oder ein Ereignisfeld wie „Sommerurlaub. Surfbrett muss mit. Platz ist genug. Also 1 Feld vor.“ sind eingebaut, um die Vorzüge des beworbenen Fahrzeugmodells herauszustellen. Allerdings sind nur 5 (oder bei strenger Betrachtung 6) der insgesamt 19 Ereignisfelder überhaupt auf das Fahrzeug und seinen Gebrauch bezogen, und darunter findet man nicht nur plakativ Positives, sondern auch einen viel zu großen Kofferrum, für den man aussetzen muss, weil das Beladen so lange dauert. (Natürlich ist  auch das durchschaubar, aber ich würde doch sagen „ganz schön clever“ – wenn das jetzt nicht auch irgendwie Werbung wäre.) Die anderen Ereignisse liegen in der ganzen Bandbreite des Lebens: Laufenlernen und Windpocken, gute Schulnoten, der erste Kuss und Liebeskummer. Man hat aber den Eindruck, dass – sobald man endgültig im Erwachsenenleben angekommen ist – eine tolle „Familienkutsche“ schon im Zentrum des Interesses stehen sollte,  jedenfalls wenn es nach dem Herausgeber des Spieles geht. Hier bekommt das Spiele-Prädikat „familienfreundlich“ eine ganz neue Dimension.

Anscheinend vollständig war das „Qubino“-Spiel „Für Kreuz- und Querdenker“. Nach den grundsätzlichen Regeln von „Domino“ trainiert hier der zukünftige Kunde seine ihm heftigst suggerierten Kaufgründe, indem er eifrig die Werbefotos, das Logo und all die die schlagenden Verkaufsargumente aus dem Modellkatalog zusammenpuzzelt.

Das Querdenken kann man vielleicht noch auf den Mechanismus von Domino beziehen, aber „Qubino“ erzieht die kleinen Spieler mit Sicherheit nicht zu Individualität und zu kritischem Denken, und zwar jeweils umso weniger, als das Spielen Spaß macht.

Auch fast vollständig waren die beiden Memory-Exemplare. Ich konnte mir das Sortieren der Kärtchen nicht verkneifen. Eines der Spiele war mit Sicherheit komplett, das andere hatte zwei Karten zu wenig, was aber die Spielbarkeit währen einer Wartezeit nicht weiter beeinträchtigt. Man kann ja einfach die beiden Karten, denen das Doppel fehlt, zur Seite legen.

Ich will aus meinem Herzen keine Mördergrube machen: Das Design war einfach cool! So cool, ich habe sogar nachgefragt, ob es dieses Memory zu kaufen gibt. (Die Antwort war nein. Schade eigentlich. Wieso?) Die schwarz-weiß-roten, leicht abstrahierten Bilder waren

thematisch alle im weiteren Sinne auf Automobile, Rennen und alles, was dazugehört, bezogen (über gebrochene Herzen und Lippenstiftabdrücke denke ich jetzt einmal nicht weiter nach), nur zwei Motive zeigten als Fotographien das Logo des Autohauses und ein Fahrzeugmodell. Das hatte schon was…

Good play – better day!

Brettspiel-Begegnung der unerwarteten Art… (Teil 1)

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten von euch, die dies gerade lesen, ihre eigene Spielesammlung ordentlich sortiert in einem schwarzen oder weißen Kallax aufbewahren. Und ihr kauft eure Games online, beim Händler eures Vertrauens, in einem großen Kaufhaus, in eurem Game-Shop um die Ecke oder auf Conventions und Messen wie der Spiel Essen. Ihr spielt sie an eurem eigenen Spieltisch – oder einem großen Tisch in eurer Wohnung der dafür freigeräumt wird – und in eurem Spiele-Club und anderen geeigneten Orten. Aber habt ihr euch schon mal ein Spiel im Supermarkt gekauft und dann einfach aufgegessen, noch bevor ihr es überhaupt auf den Tisch gebracht habt?

Zugegeben, das letztere klingt nach einem eher extremen Szenario, aber ganz undenkbar ist es nicht. Es gibt sie tatsächlich: essbare Spiele! Zwischen Popcorn und Schokoriegeln gibt es tatsächlich auch Rummikub, Trivial Pursuit und Twister zum Anbeißen, wie dieser Fund in der Süßwarenabteilung einer großen deutschen Supermarktkette beweist. Die beste Zeit derartigen Spezialitäten zu begegnen ist vor Weihnachten, aber sie tauchen durchaus das ganze Jahr über in den Regalen auf.

Ihr findet hier viele alte Klassiker: Eine zuckerige Version von Twister, Uno aus Schokolade, Mensch ärgere dich nicht und das “originale” Monopoly. Letzteres mag entworfen sein um den berüchtigten Satz  “Ich hassee Monopoly!” praktisch unaussprechlich zu machen, zumindest für echte Schokoladenliebhaber. Die meisten haben Komponentenaus Schokis, täuschend echt als Spielmaterialien verpackt, und  aus bedrucktem Esspapier.

Sie sind alle spielbar, und wenn man über die nötige Portion an Selbstbeherrschung verfügt sogar mehrfach,  aber sicherheitshalber sollte man jede AP dabei strikt vermeiden, oder der Spielstein, den man gerade setzten will, schmilzt einem in der Hand. Diese Spiele eignen sich nicht für Temperaturen von  of 30° C und mehr, und sie haben ein Verfallsdatum.

Die Idee, zu Sylvester einen spielerischen Jahresrückblick der positven Momente mit Schokoladentäfelchen zu versüßen, hat durchaus seinen Reiz. Man fühlt sich an „Trivial Pursuit“ erinnert. Fast schade, dass die Box mit ihrer Drehscheibe und den Trivia-Fragen anschließend ausgedient hat. Vielleicht kann man sie ja nachfüllen für weitere Runden.

In einigen wenigen Fällen ist das Spiel kein hochkalorisches Remake eines bestehenden Brettspiels, sondern hat sich selbst und das, was die Spieler mit seinem Inhalt anstellen, zum „Thema”.

Dieses Exemplar serviert Gummidrops in verschiedenen Farben und Geschmäckern – leckere und weniger appetitliche – mit einem speziellen Würfel. Diesen wirft man und muss sich dann entsprechend dem Ergebnis der passenden “Herausforderung“ stellen, nämlich tapfer den zuvor erwürfelten Gummidrops verputzen. Das ist schon das gesamte „Spiel“, und eine gut gemeinte Warnung, rechtzeitig aufzuhören, bevor einem übel davon wird, wird gleich mitgeliefert.

Wann, verflixt noch eins, “spielt” man den sowas? Und mit wem? Ist es inspiriert von Bertie Bott‘s Every Flavour Beans aus Harry Potter? In diesem Fall würde ich mir eine schönere Schachtel dafür wünschen. Ich habe es nicht gekauft, daher kann ich auch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die Geschmacksrichtung „Ohrenschmalz“ nun drin war oder nicht.

Ich könnte mir vorstellen zu Halloween damit die Kinder zu quälen, die mir mit dem Ruf “Süßes oder Saures!” hoffnungsvoll ihre Sammelbeutel und -eimerchen entgegenrecken! Scherz beiseite, ich kann mir schon vorstellen, daraus einen kleinen Halloweenspaß zu machen, quasi als zusätzliche “Würze” für all die gruseligen Spezialeffekte, für welche unser Zuhause bekannt ist, wenn es als beliebtestes „Halloween-Haus“ für die Kinder aus der Nachbarschaft fungiert. Das macht tatsächlich Sinn. Das einzige Problem dabei: Dieses Juwel von einem Spiel tauchte erst im Januar-Ausverkauf in auf dem Wühltisch auf, andererseits mag es durchaus schon vor November im Laden gewesen sein, wer weiß? Ich denke, ich werde im Oktober doch mal die Augen danach aufhalten.

Würde ich mich um Zuckerstangen twisten und ein Schokopoly oder dergleichen kaufen? Ganz bestimmt nicht. Eine solche Kuriosität mag als ulkiges, originelles Geschenk eines Spielers an einen Nicht-Spieler durchgehen, aber wohl nur, wenn man zu  schrägen Scherzen aufgelegt ist.  Aber für jemanden, der eigentlich nicht an Brettspielen interessiert ist, trägt das aufgesetzte Spiele-Thema nicht signifikant zum Genuss des Inhalts bei. Das gelingt vielleicht nur bei einem ausgesprochenen Brettspiel-Hasser, der mit hämischer Verachtung  den gesamten Schachtelinhalt zerkaut (ohne dass dabei ein echtes, lebendiges Brettspiel zu Schaden kommen muss…).

Aber was für ein grausames Geschenk für einen echten Brettspiel-Freund, oder schlimmer noch, für einen ernsthaften Spiele-Sammler!

Der einzige Lichtblick:  So etwas ist ideal für all jene von uns, die bei einem neu erworbenen Spiel mit schier unlösbaren Platzproblemen zu kämpfen haben…

Mein Vorschlag zur Güte: Wenn ihr eure Lust auf etwas Süßes mit einem Hauch Brettspiel -Aroma befriedigen wollt, backt euch eine passende Themen-Torte! Solche Torten sind der Menschheit durchaus bekannt, aber so hübsch sie auch immer anzusehen sind, sie geben nicht vor, spielbare, dauerhafte  Spiele zu sein, sondern sind offensichtlich und in erster Linie einfach Torte und mit einer guten Tasse Kaffee zu genießen bevor ihr euch mit euren Freunden für eine echte Brettspielrunde zusammen setzt!

Good play – better day!

Das Dice & Mystics Fringe 2018 – Kleine große TinyCon

Es ist eine Weile her, aber die Erinnerungen sind ganz lebhaft, bunt und froh, haben kein bisschen an Leuchtkraft verloren. Wie könnten sie auch?! Leute, ihr seid ja so – unglaublich! Wisst ihr, wie „lange” es gedauert hat, bis sich die ersten Gäste für unser drittes  „Dice & Mystics Fringe“ angemeldet haben, nachdem der Post auf BoardGameGeek hochgeladen war? Ganze 3 – in Worten: DREI! – Sekunden. Wir waren lange vor der Deadline schon völlig ausgebucht. Und das Aller-, Allergrößte für uns war – ihr seid tatsächlich alle zu unserem „Fringe“ gekommen!

In seinem dritten Jahr war unser „Dice & Mystics Fringe “ um ein paar Plätze gewachsen. Aber wir sind immer noch die „TinyCon” und werden es auch bleiben. Eine ganze Reihe von Optimisten von der Warteliste haben es doch zu uns geschafft, manche sogar erst am Tag des eigentlichen Ereignisses. Wir sagen hiermit ein Dankeschön an alle, die rechtzeitig Bescheid gegeben haben, damit andere nachrücken konnten. Unser Ziel war es, all unseren Gästen eine Freude zu machen. Die meisten sind ja inzwischen bekannte Gesichter von früheren Events; allmählich fühlt es sich an wie ein großes fröhliches Familientreffen.

Wir freuen uns sehr, wenn wir jemand herzlich begrüßen, den wir schon kennen oder auch erst neu  kennenlernen dürfen, und wir vermissen alle, nach denen wir vergeblich ausgeschaut hatten, wie zum Beispiel dieses ganz unglaublich nette Paar, das unter unseren allerfrühesten Besuchern gewesen war und uns letztes Mal versprochen hatte, auch in 2018 wieder dabei zu sein. Die zwei sind nicht gekommen. Wir hoffen wirklich sehr, dass es nur rundum gute und erfreuliche Dinge waren, die sie aufgehalten haben.

Gerade war der Kaffee fertig als – noch vor der offiziellen Öffnung  – die ersten Gäste herbei strömten. Jeder einzelne Ankömmling bekam gleich ein paar Überraschungen zur Begrüßung: Das komplette Set von Promo-Karten für Too Many Bones von Chip Theory Games, ein komplettes Set von Promo-Karten für Folklore von Greenbriar Games – exclusiv zur Spiel Essen und dem Dice & Mystics Fringe Event – und eine Promo-Karte für MireMarsh von Room 17 Games.

Gamers kamen, machten es sich gleich bequem und legten ohne Umstände los. Fast augenblicklich  waren erste Spielerunden voll im Schwung. Es brauchte wirklich nicht lange, bis alle Plätze im Haus belegt waren.

Die meisten unserer Gäste hatten ihre Spiele gleich mitgebracht, aber ein paar Leute waren in nahegelegenen Hotels untergekommen und schauten erst einmal vorbei die Lage zu sondieren, bevor sie sich endgültig für ein  bestimmtes Spiel entschieden, um dann noch mal kurz raus zu huschen und ihre Sachen zu holen.

Es gab ein paar kleine aber feine Änderungen zum vergangenen Jahr: Dass wir zwei weitere Räume mit mehr Tischen und Sitzplätzen in den oberen Stockwerken geöffnet hatten kam gut an; auf diese Weise hatten alle mehr Bewegungsfreiheit und Platz rund um dieselbe Anzahl von Tischen im Parterre. Es verflog nur wenig Zeit – und wenn man Spaß hat, fliegt die Zeit ja wirklich so dahin –  bis es dennoch überall recht „quirlig” wurde:  Jeder einzige Tisch im Haus war voll mit Gamern und Spielen belegt. Aber da wir mehr Sitzgelegenheiten beschafft hatten, obwohl wir nach wie vor an eine bestimmte Obergrenze bei der Besucherzahl gebunden bleiben, gab es diesmal hier und da sogar einen freien Stuhl, der dann zum Kaffeetischen wurde, und alle hatten mehr Komfort und Freiraum.

Die Theke mit den Getränken und Keksen war nun gleich in der Eingangshalle, wo sie viel, viel besser zugänglich war (nicht nur für die Dame die nahezu unsichtbar dafür sorgte, dass sich wie von Zauberhand der Kaffee wieder füllte und benutztes Geschirr einfach verschwand).  Wie einladend das auf alle wirkte, beweist die Menge an Kaffee, Tees und Gebäck, der diese Mal zugesprochen wurde: Sie stieg um fast das Doppelte! Mehr Bewegungsfreiheit überall und die Erfrischungstheke an einer zentralen Stelle im Gebäude haben offensichtlich dazu geführt, dass Ihr, unsere Gäste, sich ungezwungener und „wie zu Hause“ fühlen konnten.

Die Großzügigkeit so vieler einzelner Menschen, Institutionen und Firmen war einfach überwältigend.  Das schließt, natürlich, zuerst die Gemeinde St. Engelbert mit ein, die uns auch diesmal wieder völlig kostenlos das Gebäude zur Verfügung gestellt hat. Da sind der Kaffeestore24.de (auch dieses Mal Sponsor der Kaffeespezialitäten), Taxi Bednarz  mit einem Sondertarif für das Fringe, und eine ganze Reihe von ungenannten Dice & Mystics, die jede Menge dies und das beigetragen haben.

Als die Verlosung der Preise um 22 Uhr beginnen sollte,  hatte das Fringe längst einen Höhepunkt erreicht, aber die vielen Stimmen der in ihre Spiele vertieften Gamer-Community im großen Saal verstummte augenblicklich durch, wie später hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, einen ganz speziellen Zauber aus dem Repertoire einer gewissen ausländischen magischen Kapazität.   (Man muss dabei gewesen sein.) Danach zogen die vielen attraktiven Preise die Faszination der Anwesenden auf sich.

Unsere Sponsoren, die so großherzig zu unserer Verlosung beigetragen haben (in alphabetischer Ordnung) konnten miterleben, mit welcher Freude und Begeisterung ihre Freundlichkeit erwidert wurde:

  • Chip Theory Games,  zum ersten Mal bei uns zu Gast, steuerten das letzte verfügbare Exemplar ihres brandneuen „TMB Undertow” zur Verlosung bei.
  • Und wieder gab es viele, viele Gutscheine von  Fantasywelt.de, dem großen deutschen Onlinehändler, mit einem Gesamtwert von € 50.
  • Unsere alten und neuen Freunde von Greenbrier Games gaben uns je ein Exemplar von  „BarBEARians: Battlegrounds”, „Ninja Dice” und ein Exemplar ihres brandneuen „Helios Expanse”.
  • Es war uns wieder ein ganz besonderes Vergnügen, King Racoon Games mit  „Tsukuyumi Full Moon Down” bei uns zu begrüßen, das sie erstmalig beim Fringe 2017 vorgestellt hatten (und von dem Grey Fox Games nun im März 2019 eine Ausgabe mit spielbaren Miniaturen auf Kickstarter herausbringt: https://www.kickstarter.com/projects/kingracoongames/tsukuyumi-full-moon-down-a-strategic-board-game/posts/2393332). Sie konnten ihr „Tsukuyumi“ nun mit seinen vielen Fans zusammen genießen, die es ihrerseits sichtlich genossen, wieder mit den Urhebern des Games zusammen an einem Tisch zu sein. Zum Verlosen brachten uns King Racoon Games dieses Jahr zwei gebundene und signierte Luxus-Ausgaben des wundervollen Kunstbandes von „Tsukuyumi Full Moon Down“ mit.
  • Mythic Games stelltenals Preis eine Kickstarter-Ausgabe ihres grandiosen „Time of Legends: Joan of Arc” zur Verfügung (Versand an den Gewinner zum offiziellem Erscheinungstermin) einschließlich Spielmatte, dem Drachen und einem atemberaubenden Extra:  einem einzigartigen, exklusiven Kunstdruck des angreifenden Drachen auf gespannter Leinwand, speziell angefertigt für  das Dice & Mystics Fringe :

WHOA!!!

(Vielen Dank für die Erlaubnis, das Foto zu benutzen.)

  • Justin Jacobsen von Restoration Games ergänzte die Reihe von Preisen ganz spontan um noch ein weiteres Glanzstück,  ein Exemplar von „Fireball Island” (Versand zum offiziellen Erscheinungsdatum), einfach so, weil er auf dem Fringe solchen Spaß mit allen hatte.
  • Das ganze Team von Room 17 Games war bei uns und steuerte nicht nur ihr „Museum Rush” bei, sondern gleich zwei ganze Kickstarter-Ausgaben ihres spannenden „Miremarsh”, inzwischen sehr erfolgreich abgeschlossen und bereits in der Produktionsphase, und als ob das noch nicht genug war, kamen auch noch zwei „frisch gefangene“ Miremarsh-Goblins dazu (Miniaturen speziell für diesen Anlass professionell bemalt von dem Dice & Mystic Andreas Mertin; dem Künstler ganz herzlichen Dank). Während des gesamten Events gab das Team Demos einer Vorab-Kopie von Miremarsh sowie ihres  kommenden Kickstarters „Tenfold Dungeon”. (Dies Projekt befindet sich zurzeit dieses Artikels live auf Kickstarter: https://www.kickstarter.com/projects/room17games/tenfold-dungeon-modular-dungeon-crawling-terrain.)

Während des gesamten Events gab das Team Demos einer Vorab-Kopie von Miremarsh sowie ihres  kommenden Kickstarters „Tenfold Dungeon”. (Dies Projekt befindet sich zurzeit dieses Artikels live auf Kickstarter: https://www.kickstarter.com/projects/room17games/tenfold-dungeon-modular-dungeon-crawling-terrain.)

  • Second Gate Games schenkten uns ihren großen Erfolg  „Monsterlands” zum Verlosen.
  • Spieleparadies Wagner, Bochums attraktivster Spielzeug- und Spieleladen, steuerte eine ganze Reihe verschiedenster bunter kleiner Spiele und Gimmicks bei. Und natürlich gab es da auch – Spinner! Ein Fringe „ohne“ könnte man sich doch gar nicht mehr vorstellen, oder…? Wir verlosten eine Schachtel voller Knetgummi-Kreativ-Projekte an einen vollbärtigen Herren auf den nun zwangsläufig, da sind wir ganz sicher, entweder eine steile und spektakuläre Knetkünstler-Karriere wartet, oder irgendwo ein Kind, das sich über ein schönes Überraschungsgeschenk freut.
  • Und last but not least war es wieder eine ganz besondere Freude, The Dice Tower bei uns zu begrüßen. Sie brachten nicht nur recht viele ihrer Mitglieder mit – was an sich schon ein Geschenk ist– sondern für die Verlosung auch eine attraktive Auswahl ihrer ganz neu herausgebrachten coolen Würfeltürme  mit verschiedenen Motiven:  den neuesten “Dice Character”–Porträts ihres Teams.

Das Ungewöhnliche an dieser Verlosung war, dass für so viele Leute genau solche Preise gezogen wurden, als hätte es dafür eine Vorbestellung gegeben.  Ein Beispiel: Einer der späteren glücklichen Gewinner hatte beim Eintreffen abgewinkt und gesagt, dass wir sein Ticket gar nicht erst in die Losbox zu werfen brauchten: „Ich hab‘ in meinem ganzen Leben wirklich noch nie irgendwas gewonnen.”  Sprach‘s  – und gewann genau dasjenige Spiel, welches er gerade auf Platz 1 seiner Herzenswünsche für das kommende Jahr gesetzt hatte.  Sag niemals nie, stimmt‘s -? Ein anderer sehr verblüffter Gewinner konnte ausgerechnet das heißbegehrte Spiel mit nach Hause nehmen, das er sich eigentlich auf der Spiel Essen hatte holen wollen, wenn es nicht zu seinem großen Leidwesen schon ganz früh ausverkauft gewesen wäre. Es muss da einfach noch ein gewisser Dumbledore-Effekt in der Luft gelegen haben…

Das letzte Spiel eines langen ereignisreichen Tages fand als epischer Endkampf mitten im rasenden Getümmel  von  Ragnarök statt: Schon mal Blood Rage mit dem Wikinger-Katzen-Klan und miauenden Spielern erlebt? Zugegeben, es wurde dann schon ein ganz klitzekleines bisschen seltsam zu solch später Stunde, aber durch und durch stilvoll mit den tief ins Spiel versunkenen nordischen Berserkern und Helden auf dem Weg zu Ruhm und Wallhalla…

Und als ob noch nicht genug an Gutem über uns ausgegossen worden wäre, hattet ihr auch noch Geschenke für uns mitgebracht:  Wir tranken und knabberten uns wie im Traum durch all die Leckereien, die Ihr uns geschenkt habt, und konnten kaum glauben, dass ihr uns in die illustre Liga der Stroop-Waffels-Empfänger befördert habt:

Es war sogar Lavendel dabei für das heiße Wasser zum Beruhigen der Nerven. (Nur für Eingeweihte zu verstehen…)

Habt ihr schon mal handgemachte Bonbons aus roten Bananen probiert?

Eins…
Zwei…
Futsch!

Einfach köstlich! Wir sagen noch einmal ganz ausdrücklich und aus ganzem Herzen Dankeschön für so viel Gutes und für all eure Freundlichkeit! Wir wissen das ehrlich zu schätzen.

Der Oktober ist lange vergangen und wir sind längt in 2019 angekommen, aber all die schönen Erinnerungen sind noch gegenwärtig. Spät am Abend jemand kam zu mir und sagte, wir hätten „ein  Leuchtfeuer für den Weltfrieden” entzündet. Wow! Ich möchte hiermit unseren aufrichtigen und tief empfundenen Dank für ein solch gewaltiges Kompliment ausdrücken. Die Realität sieht wohl eher so aus:

Im Dunklen macht aber auch eine kleine Kerze etwas aus. Und es wart wie immer wieder ihr, unsere Gäste, welche die Kerze angezündet haben. Wir haben nur die Streichholzschachtel gehalten.  Deshalb hoffen wir, dass ihr alle viel Spaß hattet, euch willkommen gefühlt habt und einige besondere und frohe Erinnerungen von eurem Besuch bei uns mitnehmen konntet.

Wieder einmal haben all die wundervollen Menschen von überall auf diesem Planeten die Räume des Gemeindeheims gefüllt, die uns die Gemeinde St. Engelbert zur Verfügung stellt! Die Gemeinde überlässt uns aus lauter Gastfreundschaft jedes Jahr völlig kostenlos ihr gesamtes Gebäude, auch weil (ich zitiere) „Brettspieler solch wunderbare Menschen sind, die gut mit allen Dingen umgehen; bei ihnen ist unser Haus in guten Händen”. Wir räumen zusammen, sammeln Poster und unseren Krimskrams ein, bauen die Extratische auseinander, leeren Abfallbehälter; aber was wir nicht brauchen, das sind Putzlappen und Besen. Nicht der kleineste Schnipsel Papier oder Folie auf dem Boden. Unser Fringe ist die mit Abstand größte  Veranstaltung, die im Gemeindezentrum stattfindet – und die einzige, die keine anderen Spuren hinterlässt als schöne Erinnerungen.

Wir sind keine Organisation oder auch nur ein „Club”. Wir haben keinerlei Geld und nehmen auch keines an (mit der einzigen Ausnahme der Spenden für den Erhalt des Gebäudes und wohltätige Zwecke, die zu 100 % direkt an die Gemeinde gehen). Alles ist ganz wortwörtlich ein Geschenk.

Die bedingungslose Güte, die Menschen einander schenken, macht es uns erst möglich, unsere wöchentlichen Spieleabende und auch das  „Dice & Mystics Fringe” zu verwirklichen. Jeder einzelne  Preis der Verlosung ist ein Geschenk. Der Kaffee ist ein Geschenk, die Tees, Zucker, Milch, Kekse, Zeit und Arbeitsleistung sind Geschenke derjenigen Leute, die auch sonst zu unseren Abenden kommen. Sie kommen zur Spiel und zu unserem Fringe aus demselben Grund wie alle: Sie lieben Brettspiele über alles und wollen sie auch spielen. Und doch sind sie freiwillig da um zu helfen, einzukaufen, zu übersetzen, zu organisieren, sich mit Essensbestellungen auseinanderzusetzen, und werden mit ihren privaten Autos zum Taxiservice für all die befreundeten Verlage und Rezensenten, die keine eigenen Transortmöglichkeiten zur Verfügung haben.

Da ist die Küchenfee, die gar nicht zum Spielen kommt und die meiste Zeit noch nicht einmal ein Spiel zu Gesicht kriegt. Da ist der Gast aus unserer „Zweigstelle Frankfurt”, der hunderte von Kilometern gefahren war um zu spielen – und dann spontan für einen plötzlich krank gewordenen „Fahrer“ einsprang: „Wie oft braucht ihr mich? Ich bin dabei!”

Good play – better day!

Wir haben unser Event als Geschenk zu eurer Freude veranstaltet und wurden dafür überreichlich belohnt, weil wir solch wundervolle Gäste wie euch bei uns haben durften!

Wir sehen uns im  Oktober 2019!

TSUKUYUMI – Full Moon Down @ Fringe 2017

Wir freuen uns ein wunderbares Spiel aus deutschen Landen vorzustellen zu können das zur Zeit gerade auf Kickstarter nach Unterstützern sucht. Und das Beste daran: Ihr könnt das Spiel auf unserem Fringe Event 2017 auch spielen.

Tsukuyumi – Full Moon Down ist ein Brettspiel für 3-5 Spieler, das fast vollständig ohne Glück und Zufälle auskommt. Das modulare Spielfeld stellt den ausgetrockneten Boden des früheren Pazifik dar. Bis zu 40 Bodenplatten bilden um das Mondgebiet herum das Spielfeld. Jedes Gebiet ist Siegpunkte wert, zeigen versperrte Wege, zusätzliche Siegpunkte oder Verstrahlung an. Ziel des Spiels ist es möglich viele Siegpunkte durch das Erobern von Gebieten und das Erfüllen von Missionen zu sammeln – nur die stärkste Spezies kann dominate Lebensform der neuen Erde werden. Der besondere Reiz liegt in den sehr unterschiedlichen und asymmetrischen Fraktionen, die jede einen eigenen Spielstil hat und durch die Wechselwirkungen zwischen den Völkern ein immer neues Spielerlebnis entsteht. Zur Auswahl stehen viele spannende Völker: halbintelligente Wildschweine, Wale, Soldaten, Kampfmechs, Cybersamurai und viele weitere.

Storyworld

Die Welt ist nicht mehr dieselbe, seit der Mond auf die Erde gestürzt ist und sein Innerstes preisgegeben hat: Im Gestein des Trabanten liegt der weiße Drache Tsukuyumi, einst ein mächtiges Gottwesen, doch vor Jahrtausenden von seinen Brüdern und Schwestern in den ewigen Nachthimmel verbannt. Nach langem Exil ist er auf die Erde zurückgekehrt und will zurückerobern, was man ihm genommen hat. Seine Rückkehr hat die Welt ins Chaos gestürzt – Kontinente sind zerbrochen, Tiere und Pflanzen von der Oberfläche getilgt und die Menschheit so gut wie ausgelöscht. Ein tiefer Graben zieht sich von Asien über Europa und Nordamerika bis in den ehemaligen Pazifik, der sich durch die Umwälzung der Landmassen in eine kümmerliche Pfütze verwandelt hat.

Vom morastigen Grund des ehemaligen Weltmeers aus befehligt Tsukuyumi seine zerstörerische Armee der Oni, die ihm seine Herrschaft sichern sollen. Sie machen Jagd auf die letzten Überlebenden der alten Welt und die neugeschaffenen Kreaturen, die erst durch Tsukuyumi in die Welt kamen: evolutionär weiterentwickelte Tierwesen, Mensch-Maschine-Hybride, Drachenwesen, ausgebrütet in der Lava des Erdmantels. Die weit versprengten Menschengruppen haben ihre letzten Reserven mobilisiert, und während die einen mit hochtechnologischen Kampfanzügen ausgerüstet sind, ziehen die anderen mit wilden Bestien ins Gefecht.

Ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft in dieser neuen Welt hat begonnen – und der Schlachtruf lautet: Jeder gegen jeden, aber alle gegen Tsukyumi!

 

 

 

Sind die Dice & Mystics ein kirchlicher Verein? ODER: Wie man an sein eigenes Board Game Café kommt

Unsere Brettspielgilde Dice & Mystics spielt jeden Mittwochabend im “Spieletreff” der Gemeinde St. Engelbert.
Gelegentlich hören wie die Frage: Seid ihr eine kirchliche Gruppe, so eine Christlicher Verein?
Die Antwort ist: Nein.
Andererseits…​
Witziger Weise wurde diese ganze D&M – Geschichte ausgelöst von einem Jüdischen Ingenieur namens Howard Wolowitz…
Drei befreundete vermeintliche Nicht-Brettspieler saßen nebeneinander auf dem Sofa und schauten sich die Weihnachts-Episode von “Big Bang Theory” an, in der Howard den Weihnachtsmann als Charakter in einer Runde Dungeons & Dragons auftreten lässt. Plötzlich sagt die eine, “Das sieht aus, als ob es ‘ne Menge Spaß macht! Können wir nicht auch mal D&D spielen?” Sagt die andere, “Na ja, wo du gerade damit anfängst – ich wollte eigentlich schon immer D&D spielen, wisst ihr?! “Sagt der Dritte: “Also, ich war früher mal ziemlich lange ein Dungeon Master, aber ich finde seit ewigen Zeiten keinen mehr, der mit mir D&D spielt!”
Und so fing’s dann an. Die neue 5. Ausgabe von D&D war gerade herausgekommen – back to the basics – und wir fanden sogar eine vierte Person die bereit und willens war, sich gemeinsam mit uns auf den Weg zur Schwertküste und in unsere erste Rollenspiel-Kampagne zu wagen. Unser Treffpunkt war ein Board Game Café in unserem Ort, wo wir abwechselnd D&D und Descent und andere Brettspiele mit einem ähnlichen Mechanismus spielten um uns mit solchen Sachen wie Charakterbögen, Werte, Kampagnen-Modus u. s. w. vertraut zu machen und fit zu werden für den „Ernstfall”.
Die Frage, ob wir ein Christlicher Verein sind, ist wahrscheinlich eine Folge des “Sankt” in “Spieletreff St. Engelbert”.
Wir wissen wenig über Religionen und Konfessionen unserer Mitglieder. Drei oder vielleicht vier der Dice & Mystics sind eindeutig Christen, eine davon kennen wir als Kirchgängerin. Vielleicht sind es ja mehr, und vielleicht praktizieren etliche Mitglieder auch andere Religionen oder sind Atheisten. Keine Ahnung. Dies ist alles was wir wissen, und schon mehr als wir überhaupt wissen müssten.
Aber wir glauben alle an Offenheit, Toleranz, Freundlichkeit des Herzens und daran, dass man mehr Freude hat, wenn man sie teilt. Wir wollen gemeinsam spielen, lachen, Spaß haben, und laden alle zum Mitmachen ein. Die Idee: Wir verfügen über eine große Spielesammlung und können anderen die Gelegenheit zur Teilnahme an Spielen zu geben, die ihnen gefallen, oder einen Platz an dem sie ihre eigenen Lieblingsspiele auf den Tisch bringen und Mitspieler finden können. Auf diese Weise geben wir auch denen Zugang zu richtig tollen Spielen, die vielleicht nicht ohne Weiteres in der Lage sind, diese selbst anzuschaffen, und bieten Raum für Brett- oder Rollenspieler, die es leid sind, einen Platz an einem Tisch ausreichender Größe durch fortgesetztes Nachbestellen von Getränken erkaufen zu müssen, wie dies in einer Gaststätte zwangsläufig der Fall ist. Und: Wir wollen einfach offen sein für alle, egal ob männlich oder weiblich, alt oder jung, egal welcher ethnischen Gruppe, Religion usw. sie angehören. Wirklich jede(r) kann zu uns kommen und regelmäßig mindestens einmal pro Woche das Hobby pflegen, ohne dass es auch nur einen einzigen Cent kostet.
Uns wird gelegentlich gesagt, dass diese Einstellung im Grunde sehr christlich ist, und als unser Board Game Café kurz vor dem nächsten Weihnachtsfest ganz plötzlich für immer geschlossen wurde, war es ausgerechnet eine christliche Gemeinde, die uns weiter half:
Wir wollten also einfach einen freundlichen Ort uns zu treffen und zu spielen. Es zeigte sich aber, dass es schlicht kein anderes Board Game Café gab. In Kneipen spielen erwies sich als katastrophal; die Lage schien hoffnungslos. Aber wir dachten nicht an aufgeben!
Wir marschierten eines Tages kurzentschlossen zur Gemeinde St. Engelbert und fragten geradeheraus, ob unsere Brettspiele und D&D-Kampagnen nicht in ihrem Gemeindeheim stattfinden könnten. Und wieso auch nicht – dort gab es schöne Räume mit großen Tischen (mit Zentralheizung im Winter), und das sogar in verkehrsgünstiger Lage. An den meisten Wochentagen standen die Räume anscheinend leer. Wir hatten die Absicht, ein paar Stunden pro Woche einen netten Raum anzumieten, falls die Kosten zu stemmen wären.
Um es kurz zu machen: Sie hörten sich an, was wir wollten, fragten ob wir ein eingetragener Verein wären (nein), ob wir in irgendeiner Weise kommerzielle Ziele verfolgten (wieder nein), und warum wir uns zum Spielen treffen. Was wir vor hatten und warum, das gefiel. Es hieß, unsere Absichten und Einstellungen würden sich ausgezeichnet mit ihren eigenen Vorstellungen eines friedlichen Miteinander vertragen: Wir bieten kostenlos ein intelligentes, kommunikatives, sozial interaktives Hobby in einer sicheren Umgebung für alle, die ihre Freizeit gern in guter Gesellschaft verbringen. Und dann kam ein unglaublich großzügiges Angebot, dass uns von den Füßen fegte: Wir dürfen kommen und jeden Raum, den wir benötigen, sowie alle Einrichtungen des Hauses einmal wöchentlich in der Zeit von 17.00 Uhr bis 11.00 Uhr nutzen, und das völlig kostenlos! Als „Bezahlung“ nimmt man uns beim Wort: Jedermann kann zu uns kommen und mitmachen, und anschließend räumen wir hinter uns auf. Ort und Zeit wurden offiziell zum “Spieletreff” benannt, damit wir für die Gemeinde ein „Gesicht“erhalten.
Jede(r) kann eigene Getränke und belegte Brote von zu Hause mitbringen; wir haben Gläser, Teller und Besteck zur Verfügung. Wir selbst bringen Tees, Kaffee und Kekse für alle mit, Gäste stiften oft die Milch, Zucker und anderes – sogar einen Kuchen in Form eines Pinguins mit Zuckerguss als Verpflegung während einer Runde des Spiels „Ice Cool“! So haben wir Getränke und Snacks wie unser ehemaliges Board Game Café, und von dort stammt auch das Konzept für ein Angebot an warmen Speisen: Wir haben einen Caterer direkt um die Ecke, bei dem wir gemeinsam bestellen und der das Essen direkt an unsere Tische bringt; jeder zahlt dann für sich. Ist dir Gesamtbestellung groß genug, gibt es sogar gratis Getränke.
Seit ein paar vergnüglichen Jahren sind wir nun die “Dice & Mystics” im “Spieletreff St. Engelbert, und was auf einem Sofa mit drei Freunden anfing, die von der Schwertküste träumten, hat sich zu einem recht großen internationalen, immer noch ganz und gar informellen und unkommerziellen Game Club mit einer stetig wachsenden Zahl von Mitgliedern und Events entwickelt.
Wenn Ihr also Lust auf Brett- oder Rollenspiele habt, oder wenn Ihr Leute zum Mitspielen sucht, werdet kreativ! Schaut Euch um. Seid nicht bange auf Leute zuzugehen und ihnen von Euren Ideen zu erzählen. Die Lösung liegt vielleicht näher als Ihr denkt. Wer hätte geglaubt, dass wir ein Board Game Café in einem Gemeindezentrum aufmachen können, und das auch noch umsonst? Dabei mussten wir nichts weiter tun als fragen.
Jedes Jahr anlässlich des Pfarrfests hosten wir nun Spielerunden und verlosen einen ganzen Schwung namhafter Brettspiele – gestiftet von den D&M – an alle Teilnehmer. Damit sagen wir der Gemeinde ein lautes, herzliches DANKE, und – pst! – gewinnen selbst vielleicht weitere begeisterte Mitspieler…

Willkommen bei der Dice & Mystics Brettspielgilde

Dice & Mystics ist eine internationale Brettspielgilde, d. h. eine Gruppe von Brettspiel-Fans. Wir treffen wir uns regelmäßig am Mittwoch (außer in den Schulferien) zum „Spieletreff“ in Räumen des Gemeindeheims St. Engelbert, Bochum, welche uns die Gemeinde großzügig für unsere Spieleabende zur Verfügung stellt. Während der Ferien finden nach Möglichkeit ebenfalls Treffen an wechselnden Orten statt. Unsere Mitspieler finden über die Dice & Mystics Board Game Geek Gilde, über Meetup und Facebook oder über Leute, die uns schon kennen und mögen, zu uns.

Wir sind kein Verein, es gibt keine Funktionäre, keine Mitgliedsbeiträge oder Verpflichtungen. Es gibt keine Regeln außer Respekt, Höflichkeit, Toleranz, Offenheit und ein sorgfältiges Umgehen mit den Spielen und der Einrichtung. Es fließen keinerlei Gelder.

Brettspiel ist ein kommunikatives, intelligentes, kreatives, soziales Hobby, das verschiedenste Leute wirklich aller Altersgruppen und Farben zusammenbringt und riesigen Spaß macht! Unsere Spiele sind einfach bis „hammer“, für Erwachsene und Jugendliche, je nach Dauer und Herausforderung an die Spieler. Wir retten die Galaxis, plätten Orks, züchten Monster, bauen Königreiche – oder lassen ganz einfach Bambus wachsen! Meist ist unsere Runde international; die Dice & Mystics sprechen Deutsch und
Englisch (und das sogar simultan).

Uns gefällt der Gedanke, dass jede(r) einfach so zu uns kommen, mit uns spielen und ein so cooles Hobby mit uns teilen kann.

Auf den Tisch kommen alte Klassiker, moderne thematische Brettspiele z.B. des Science Fiction-, Fantasy- und Horror- Genres und RPGs.

Monopoly, Tokaido, Lords of Waterdeep, Mysterium, Descent 2ed, Battle of Five Armies, Star Trek Panic, Dungeons and Dragons, Codenames, Zombicide Black Plague, Arcadia Quest, Blood Rage, Time Stories, Twilight Imperium 3ed, Arkham Horror, The Others: Seven Sins, Massive Darkness, Takenoko, Space Hulk, Silver Tower, Gorechosen, Lost Patrol, Abenteuer in Mittelerde, Shadows over Hammerhal, This War of Mine, Heldentaufe,
Perditions Mouth: Abyssal Rift, First Martian, Adrenaline, Cry Havoc, Gloomhaven … … …? Klar doch!

Eurogame oder Amerithrash – die Themen sind unendlich!
All unsere Spiele sind reiner Privatbesitz. Viele Hunderte von verschiedensten Spielen stehen uns zur Verfügung.

Wir funktionieren ausschließlich über unser „Game Host System“ (= Gastgeber-Spiel-System), Spitzname „GHost“.

Was bedeutet das? Ganz einfach:

Man bringt ein Spiel mit, lässt andere mitspielen und ist dafür eingeladen, an deren Spielen teilzunehmen, immer vorausgesetzt, es ist noch Platz zum Mitmachen frei. Wer kein eigenes Spiel hat, ist genauso herzlich willkommen. Wir bieten ein regelmäßiges Hobby für jede(n), ohne dass es etwas kostet.

Dafür werden unsere Dice & Mystics verlässlich bei allen Terminen mit eigenen Spielen dabei sein.

Wir sind als Dice & Mystics – Brettspielgilde auf BoardGameGeek (international) und bei NRW Spielt (deutsche Internetplattform über Spiele in Nordrheinwestfalen) gelistet.

Have fun gaming!